Chronische und akute Knieschmerzen - was hilft?
Ich beginne diesen Artikel einfach mal mit meiner eigenen Geschichte rund um meine Knie.
Als ich etwa 20 Jahre alt war wurde in beiden Kniegelenken Knorpelschäden festgestellt. Nun ich trieb von frühester Jugend an relativ viel Sport. Ich spielte Fußball, d.h. zweimal die Woche
Training und am Wochenende Punktspiel.
Daneben spielte ich noch in der Schulmannschaft Handball und betrieb etwas Leichtathletik. Mit Übergewicht hatte ich nie Probleme.
Im Zusammenhang mit der Diagnose meinte meine Ärztin: die ungeeignetsten Sportarten für mich wären Marathon, Tennis und Fußball. Ok mit Marathon und Tennis hatte ich eh nix am Hut, aber
welcher 20-Jährige lässt sich so leicht vom Fußballspielen abbringen?
Etwa 10 Jahre später hatte ich eine Arthroskopie am rechten Kniegelenk. Meniskusschaden und eine Knorpelschicht wie ein schroffes Gebirge. Ich ließ die OP damals ambulant durchführen und
konnte nach erwachen aus der Narkose die Praxis verlassen.
In diesen 10 Jahren hatten sich die Schmerzen vor allem im rechten Knie so verstärkt, dass ich zum Teil nachts nicht mehr schlafen konnte, weil ich einfach nicht wußte, wie ich das
Bein im Bett legen sollte. Mit Tabletten hab ich es nicht ganz so und die ich nahm gingen auf den Magen-Darm-Trakt(Durchfall).
Natürlich hatte ich nach der ersten Diagnose weiter Fußball gespielt und hinzu kam die Arbeit auf dem Bau.
Die Beschwerdefreiheit nach der OP hielt aber auch nicht lange an.
Heute weitere 10 Jahre später habe ich ganz selten noch Knieschmerzen. Wieso das?
Durch das Wissen, welches ich durch die Ausbildung zum Physiotherapeuten erworben habe, wusste ich dann was zu tun ist.
Ich kräftigte meine Oberschenkelmuskulatur durch Fahrradfahren, Übungen an der Beinpresse und Stabilitätsübungen
auf wackeligen Unterlagen(Weichmatte, Wippe, Therapiekreisel). Wenn ich heute mal Beschwerden in den Kniegelenken bekomme, weil ich viel im Auto saß oder mich relativ wenig bewegt habe oder weil
ich einfach nur mal faul war, gehe ich in unseren Kraftraum und habe nach ein paar Einheiten wieder Ruhe in den Gelenken.
1998 nach der Arthroskopie bekam ich nicht mal Krankengymnastik.
Meine Empfehlungen an alle mit ähnlichen Beschwerden sind folgende:
- warten sie nicht ab bis
die Schmerzen unerträglich werden und sie sich kaum noch bewegen können, dadurch verzögern sie den Heilungsprozess und es kann zu unbewussten Schonhaltungen kommen die noch andere Strukturen
(z.B.das andere Knie,die Hüften,den Rücken) ihres Körpers in Mitleidenschaft ziehen
- diagnostisch abklären lassen was die Ursache der
Schmerzen ist
- Möglichkeiten einer konservativen Behandlung, Schmerzmittel für die Akutphasen, eventuell Wärme- oder Kältepackungen, Elektrotherapie..., und auf alle Fälle
Krankengymnastik (je früher umso besser)
- auf keinen Fall die Bewegungen reduzieren oder gar einstellen - unsere Gelenke brauchen Bewegung für die Durchblutung und damit für die Versorgung mit Nährstoffen einerseits und zum Abtransport
von Stoffwechselabfallprodukten andererseits
- ich rate auch von zu schnellen operieren ab, denn selbst eine Arthroskopie mit ihren kleinen Schnitten ist immer noch eine OP mit all ihren Risiken(Narkose, Infektionen der
Wunde...) und eine Erfolgsgarantie gibt ihnen kein Arzt
- seien sie auch vorsichtig mit knorpelaufbauenden Spritzen, die kosten viel Geld und oft ist das Ergebnis nicht das Erhoffte
- manchmal ist der Gang zum Osteophaten bedeutend hilfreicher
Was können sie prophylaktisch tun?
Sorgen sie für ausreichend Bewegung und zwar nicht nur im Sinne des
Umfangs sondern auch hinsichtlich der Qualität der Bewegung. Wie sie wissen ist ja Treppe laufen viel gesünder als Fahrstuhl fahren.
Versuchen sie relativ große Schritte zu machen (ist auch ökonomischer für unseren ganzen Körper).
Wenn sie im Büro arbeiten oder sonst beruflich viel sitzen, sorgen sie für ausreichend Bewegung, vertreten sie sich wenn immer es geht die Beine, stehen sie zum Telefonieren auf.
Setzen sie sich langsam und bewusst hin und stehen sie nach Möglichkeit nie mit durchgedrückten Kniegelenken, sondern versuchen sie immer eine leicht Beugung zu halten (ihre Wirbelsäule wird es
ihnen auch danken).
Lassen sie sich von ihren Physiotherapeuten Dehnübungen für die Beinvorder- und Beinrückseiten zeigen und auch für sie persönlich passende Kräftigungsübungen. Manchmal macht es auch Sinn mit
ihren Therapeuten ein Beinachsentraining durchzuführen.
Das ein zuviel an Körpergewicht nicht gerade förderlich für die Kniegelenke ist können sie sich ja vorstellen.
Ansonsten versuchen sie Sport zu treiben. Für noch gesunde Gelenke gibt es keine Einschränkungen. Joggen, Radfahren, Schwimmen, Nordic Walking, Wandern... Finden sie etwas worauf sie Lust haben
und was ihnen Freude bereitet.
Der Haushalt und der Garten sind in der Regel zu wenig.
Wenn sie Fragen haben oder ihre eigenen Erfahrungen mitteilen möchten geben sie einfach ihren Komentar ab. Ich werde darauf antworten.
Hallo alle Miteinander,
ihr seid hiermit eingeladen, euch an meiner neuen Community zu beteiligen. Ihr habt Interesse an Esoterik, Spiritueller Medizin, Reiki, Kartenlegen, Geistiges Heilen? Dann sied herzlich willkommen. Ich suche Gleichgesinnte zum Erfahrungsaustausch, egal ob interessierte Laien oder in der Praxis arbeitende Profis. Jeder der es ernst meint, kann sich hier breit machen. Hier geht es zur Community "Alternative Heilkünste"
Euer Senf